Wartung Wärmepumpe: Checkliste für eine funktionsfähige und kosteneffiziente Heizung

Erfahren Sie in diesem Artikel alle wichtigen Aspekte der Wartung einer Wärmepumpe, um eine optimale Funktion sicherzustellen.

Mit einfachen Checks steigern Sie die Leistungsfähigkeit Ihrer Wärmepumpen und senken Ihre Betriebskosten nachhaltig.

Laden Sie die kostenlose Checkliste herunter und erhalten Sie eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Wartung, um mögliche Probleme zu identifizieren und langfristige Effizienz zu gewährleisten.

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Inhaltsübersicht

Warum sollte man die Wärmepumpe regelmäßig warten lassen?

Im Vergleich zu herkömmlichen Heizungssystemen wie Gas- oder Ölheizungen sind Wärmepumpen wartungsarm.

Der Grund dafür ist, dass sie ohne Verbrennung von fossilen Brennstoffen arbeiten und aus langlebigen Komponenten bestehen.

Fachleute aus dem Bereich Facility Management raten trotz des geringen Wartungsbedarfs zu regelmäßigen Inspektionen, da sich durch diese Intervalle bis zu ein Viertel des Stromverbrauchs einsparen lässt.

Außerdem verlängert eine regelmäßige Instandhaltung und kleinere Wartungsarbeiten die Lebensdauer der Anlage und ihrer Komponenten deutlich. Dadurch lassen sich Instandhaltungskosten und Ausfallrisiken reduzieren, was zu einem optimierten Anlagenmanagement führt.

Im Rahmen der vorausschauenden Instandhaltung im Facility Management ist es sinnvoll, Wärmepumpen in festgelegten Intervallen zu überprüfen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Anlage stets effizient und störungsfrei läuft.

Außerdem vermeidet planmäßige Wartung längere Unterbrechungen des Betriebs und Gewährleistung von Komfort und Sicherheit für die Nutzer des Gebäudes.

Gut zu wissen:

Während der Wartung fallen Wärmepumpen kurz aus, deshalb empfiehlt es sich, diese im Sommer vorzunehmen, wenn kein Heizen nötig ist.

Ist die Wartung einer Wärmepumpe Pflicht?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) schreibt für Wärmepumpen, die über seine Förderprogramme bezuschusst wurden, eine regelmäßige Wartung vor. Ein Jahr nach Installation erfolgt eine Prüfung der Wärmepumpe.

Ob obligatorisch oder nicht – wer seine Wärmepumpen turnusgemäß prüfen lässt, profitiert in mehrfacher Hinsicht: Viele Hersteller für Wärmepumpen bieten verlängerte Garantieleistungen, wenn entsprechende Wartungsverträge abgeschlossen oder in den ersten Betriebsjahren eine regelmäßige Wartung durchgeführt wird.

Gemäß EU-Verordnung 517/2014 müssen Anlagen mit bestimmten Kältemitteln regelmäßig auf Dichtheit geprüft werden. Dies betrifft Wärmepumpen, Klima- und Kälteanlagen, die fluorierte Treibhausgase in einer definierten Mindestmenge von 5 Tonnen CO2-Äquivalent einsetzen.

Anlagenbetreiber müssen sicherstellen, dass diese Dichtheitsprüfungen in vorgeschriebenen Abständen durchgeführt werden. Grundlage für den Termin der nächsten Prüfung ist dann das Datum der letzten Überprüfung.

Wichtig: Im Gebäudemanagement verdient jede Anlage besondere Aufmerksamkeit. Egal, ob es sich um die Wartung von Rauchmeldern, Brandschutzanlagen oder Lüftungsanlagen handelt – wichtig ist es, sich genau mit allen gesetzlichen Pflichten vertraut zu machen und für jede Anlage einen spezifischen Wartungsplan zu erstellen.Der Betreiber ist verpflichtet, seine Anlagen regelmäßig zu überprüfen und zu warten, um seiner Betreiberverantwortung gerecht zu werden.
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Wie oft muss eine Wärmepumpe gewartet werden?

Für privat genutzte Wärmepumpen gibt es keine gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsintervalle, jedoch wird eine jährliche Prüfung der Anlagen empfohlen. Dabei richtet sich der exakte Zeitraum zwischen den Inspektionen nach Merkmalen, wie Bauart und eingesetzter Pumpentechnologie.

Wärmepumpen-Arten im Überblick

  • Luft Wasser Wärmepumpe (Luftwärmepumpe): Die Wärmeenergie wird aus der Umgebungsluft entzogen und dem Heizungskreislauf zugeführt.

  • Sole Wasser Wärmepumpe (Erdwärmepumpe): Holt Wärme direkt aus dem Boden. Hierfür kommen entweder mehrere 100 Meter tiefe Erdsonden oder ein flacher verlegter Kollektor zum Einsatz, um die im Boden gespeicherte Wärme zu erschließen.

  • Wasser Wasser Wärmepumpe (Grundwasser Wärmepumpen): nutzt als Wärmequelle das wenige Meter unter der Erdoberfläche befindliche Grundwasser. Über einen Brunnen oder Kollektor wird die Grundwasserwärme bis maximal 20 Metern Tiefe geborgen und dem Heizkreislauf zugeführt.

Was muss bei einer Wärmepumpe gewartet werden?

Die genauen Schritte zur Wartung einer Wärmepumpe hängen von der Art der Wärmepumpe ab. 

In der Regel überprüft der Fachmann immer die hydraulischen und elektrischen Anschlüsse und Verbindungen sowie den Kältekreislauf auf Dichtheit.

Zusätzlich führt der Fachbetrieb immer eine Überprüfung der angeschlossenen Warmwasser- und Heizungsanlage mit Pumpen, Filtern etc. durch.

Je nach Modell der Wärmepumpen und Hersteller können weitere Wartungsarbeiten erforderlich sein.

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Wartung von Luft Wasser Wärmepumpen

Bei der Luftwärmepumpe ist es besonders wichtig, dass die Ansaug- und Ausblasöffnung für die Luft geprüft und bei Bedarf gereinigt wird. Zusätzlich überprüft der Fachmann die Kondensatwanne und die Abflüsse, wo die Luftfeuchtigkeit abgeleitet wird. 

Der Wartungstechniker muss sich vergewissern, dass keine Verstopfungen oder Verunreinigungen vorliegen. Bei Bedarf – in der Regel alle drei Jahre – erfolgt eine professionelle Reinigung des Luftwärmetauschers.

Wartung von Erdwärmepumpe

Wenn Sie eine Sole Wasser Wärmepumpe haben, prüft der Fachmann bei der turnusmäßigen Wartung, ob der Frostschutz ausreichend ist.

Dabei beinhaltet sein Wartungsprotokoll die Kontrolle der chemischen Zusammensetzung der Sole, die Prüfung auf Leckagen und die Messung des Drucks. Die Sole wird nach Bedarf nachgefüllt und Undichtigkeiten werden repariert. Der Wärmekreislauffilter wird ebenfalls gereinigt.

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Wartung von Grundwasser Wärmepumpe

Im Falle einer Wasser Wasser Wärmepumpe kontrolliert der Betrieb regelmäßig die Brunnen und Pumpen. Zu den überprüften Komponenten gehören Ventile und Filter.

Die Sichtkontrolle des Brunnens sorgt dafür, dass abgelagerte Wasserverunreinigungen nicht zu Verschleiß führen und somit die Leistung der Wärmepumpe beeinträchtigen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Systemanforderungen:

Art der WärmepumpeWartungsaufgaben
AlleDichtheitsprüfung
AlleKomponenten auf Verschleißerscheinungen prüfen
AlleKontrolle des Systemdrucks und der Systemtemperatur
Luft Wasser WärmepumpeÜberprüfung (und ggf. Reinigung) der Zu- und Abluftkanäle bei Innenraumanlagen
Luft Wasser WärmepumpeKontrolle des Kondensatablaufs
Sole Wasser WärmepumpeKontrolle (und ggf. Auffüllen) der Sole zur Gewährleistung des Frostschutzes
Sole Wasser WärmepumpeKontrolle (und ggf. Reinigung) der Filter
Sole Wasser WärmepumpeDruckmessung, um mögliche Lecks zu erörtern
ErdwärmepumpeÜberprüfung der Soleleitungen auf Kondensat
Wasser Wasser WärmepumpeSichtkontrolle der Brunnenanlage
Wasser Wasser WärmepumpeÜberprüfung von Filtern, Ventilen und Pumpen

Wärmepumpen Wartung: Was Sie selbst tun können und wann der Fachmann gefragt ist

Um Ihre Wärmepumpe optimal nutzen zu können, empfiehlt es sich, die Wartung durch einen professionellen Fachbetrieb durchführen zu lassen. 

Sie können aber auch selbst dazu beitragen, die Funktionsweise Ihres Systems zu verlängern.

Hier ist ein Beispiel, wie Sie die Wartung einer Wärmepumpe selbst durchführen können:

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Wir haben Aufgaben zur Wartung Ihrer Wärmepumpen zusammengestellt, die Sie selbst erledigen können. Die Checkliste kann auch als Nachweis für die Durchführung dienen.

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Wartungsbedürftige Teile bei Wärmepumpen und typische Defekte

Wenn Sie eine Wärmepumpe betreiben, sollten Sie besonders auf den Kompressor und die Pumpen achten: Sie sind anfällig für Verschleißerscheinungen und Ausfälle.

Der Kompressor erzeugt mechanische Reibung und läuft unter hohen Druck- und Temperaturschwankungen. Unzureichende Schmierung kann zu dauerhaften Schäden führen. Dasselbe gilt für die Umwälzpumpen, die das Heizungswasser ansaugen und ebenfalls dem Verschleiß unterliegen.

Weitere kritische Komponenten sind Ventile und Lüfter. Ventile steuern den Kühlmittelfluss und müssen auf Leckagen überprüft werden. Lüftermotoren sind ungeschützt vor Witterungseinflüssen und Staub und ihre Lager können defekt werden.

Nutzung digitaler Lösungen für eine optimale Organisation und Dokumentation der Wärmepumpenwartung

Befolgen Sie diese drei einfachen Schritte, um Ihre Wärmepumpenwartung zu optimieren:

1. Planen Sie die wiederkehrenden Wartungstermine in der App mit der praktischen Kalenderansicht

Mit der praktischen Kalenderansicht von Wowflow verpassen Sie keinen Wartungstermin.

2. Führen Sie die Wartung der Wärmepumpe durch

Ihr Wartungsteam hat über die mobile App Zugriff auf alle relevanten Informationen und nutzt die Checkliste, um die Wartungsaufgabe durchzuführen. Zusätzliche Bilder und Kommentare werden automatisch hinzugefügt.

3. Erstellen Sie automatisierte Wartungsberichte im PDF-Format:

  1. Nachdem die Wartungsarbeiten abgeschlossen sind, haben Sie die Möglichkeit, professionelle PDF-Berichte mit nur einem Klick zu generieren.

  2. Benötigen Sie eine unterschriebene Bestätigung als offiziellen Nachweis? Mit der PDF-Signatur schnell und rechtssicher.

  3. Speichern Sie Ihre Berichte in Wowflow mit erweiterten Filteroptionen oder exportieren Sie die Daten einfach in Ihr ERP-/CAFM-Tool.

Haben Sie Ihre Wartungsprozesse mit Wowflow im Blick.

 

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Fazit

Die regelmäßige Wartung von Wärmepumpen ist entscheidend, um optimale Leistung und Langlebigkeit sicherzustellen. Durch Überprüfung wichtiger Komponenten können potenzielle Probleme frühzeitig erkannt werden.

Dies hilft, teure Reparaturen und Ausfälle zu vermeiden. Die Verwendung einer speziellen Wartungscheckliste kann dabei helfen, alle relevanten Schritte systematisch abzuarbeiten.

Vereinfachen Sie Ihre Wartungsprozesse mit Wowflow. Laden Sie die App herunter, um Ihre Wartungsaufgaben zu organisieren und Checklisten ganz einfach hochzuladen. Optimieren Sie die Leistung Ihrer Wärmepumpe und vermeiden Sie teure Ausfälle.

Häufig gestellte Fragen

Die durchschnittliche Lebensdauer von Wärmepumpen beträgt in der Regel etwa 15 bis 20 Jahre. Bei einer besonders guten Wartung kann sie jedoch auch über 30 Jahre hinaus betrieben werden.

Die durchschnittlichen Kosten für die Wartung einer Wärmepumpe belaufen sich auf etwa 150 €. Diese Kosten decken nicht den Einbau oder Austausch von eventuell benötigten Ersatzteilen.

Es ist wichtig zu beachten, dass je nach Art der Wärmepumpe die Wartungsarbeiten mit unterschiedlichem Aufwand verbunden sind, was zu zusätzlichen Kosten führen kann. Eine jährliche Wartung, einschließlich Anfahrt, sollte jedoch nicht mehr als 300 € kosten.

Bei vernachlässigter Wartung kann es zu verschiedenen negativen Folgen für die Wärmepumpe kommen. Zum einen sinkt die Leistungsfähigkeit der Anlage, da Verschmutzungen oder Beschädigungen an Komponenten nicht bemerkt und behoben werden. Auch der Stromverbrauch kann durch Leistungsverluste ansteigen. 

Darüber hinaus erhöht sich das Risiko für größere Ausfälle oder sogar Schäden, etwa an Motor oder Steuerung. Kommt es zu Defekten, können diese oftmals nur durch kostspielige Reparaturen behoben werden. 

Regelmäßige Wartung hingegen sichert die Zuverlässigkeit, Effizienz und Lebensdauer der Wärmepumpenanlage.