Gebäudemanagement im Wandel: Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit im Fokus

Entdecken Sie die Schlüsselstrategien zur Optimierung Ihrer Immobilie. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wie Sie Betriebskosten senken, den Energieverbrauch reduzieren und den Komfort für Bewohner und Mitarbeiter steigern können.

Unser Artikel zeigt Ihnen, was sich hinter einem intelligenten Gebäudemanagement verbirgt – von der technologischen Innovation bis zum nachhaltigen Ressourcenmanagement.

Finden Sie heraus, wie moderne Ansätze und digitale Lösungen Ihnen helfen können, das volle Potenzial Ihrer Immobilie auszuschöpfen.

Inhaltsübersicht

Was ist Gebäudemanagement?

Gebäudemanagement ist ein Teilbereich des Facility Managements, der sich auf den Betrieb, die Wartung und die Instandhaltung einer Immobilie bezieht. Ziel ist es, das Gebäude in bestmöglichem Zustand zu halten, damit es seinen Zweck erfüllen kann.

Das Wichtigste in Kürze
  • Gebäudemanagement bedeutet mehr als nur klassische Gebäudewartung. Von der Mieterzufriedenheit bis zum wirtschaftlichen Erfolg – alles hängt zusammen.
  • Je nach Infrastruktur kann Gebäudemanagement schnell komplex werden. Die Überwachung der Kennzahlen und der Einsatz spezieller Software helfen Ihnen, den Überblick zu behalten.
  • Durch gezielte Gebäudemanagement-Optimierung lassen sich Ressourcen sparen, die Effizienz steigern und Geschäftsziele leichter erreichen. Effizientes Gebäudemanagement ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg.

Aufgaben und Ziele des Gebäudemanagements

Größere Gebäude wie Bürogebäude oder Hotels sind heutzutage sehr komplex. Ohne gutes Management ist es schwierig, die zahlreichen Anlagen und Systeme zu bewältigen.

Beim Gebäudemanagement geht es darum, diese Anlagen zu planen, zu installieren und zu warten. Außerdem werden Tätigkeiten wie Controlling durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Gebäude optimal genutzt werden können.

Das Ziel des Gebäudemanagements ist es, sicherzustellen, dass Gebäude und Infrastrukturen funktionieren, sicher genutzt und wirtschaftlich betrieben werden können. Es trägt auch dazu bei, den langfristigen Wert der Immobilien zu erhalten.

Finanzielle Aspekte wie Betriebskosten, Wartungsverträge und Verwaltungskosten sowie Umweltaspekte wie Energieverschwendung und Kohlenstoffemissionen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Gebäudemanagement umfasst:

  • Gebäudereinigung und Fassadenreinigung
  • Gebäudeausrüstung (Heizung, Lüftung, Aufzüge, Sensoren, Generatoren usw.)
  • Elektrische Anlagen, Sanitäranlagen und Energiekosten
  • Gebäudestruktur (Türen, Dächer, Fenster usw.)
  • Außenbereich des Gebäudes (Gärten, Terrassen, Zugänge, Überwachungskameras usw.)

Für wen lohnt sich Gebäudemanagement?

Meistens ist eine professionelle Gebäudemanagement-Lösung sinnvoll, sobald ein Gebäude eine bestimmte Größe und Komplexität erreicht. Bei einem Mietshaus mit 6 Wohnungen reicht in der Regel eine herkömmliche Hausverwaltung. Dennoch ist die Abgrenzung nicht immer eindeutig.

Während ein kleiner Handwerksbetrieb möglicherweise in der Lage ist, seine Betriebsstätte selbst zu verwalten, muss ein mittelständisches Unternehmen mit 40 Mitarbeitern hingegen aufgrund der Größe seiner Immobilie das Gebäudemanagement outsourcen und auf einen professionellen Dienstleister zurückgreifen.

Wir haben einige Beispiele aufgelistet, die ein umfassendes Gebäudemanagement erfordern:

  • Bürogebäude & Hochhäuser
  • Schulen & Universitäten
  • Krankenhäuser & Labore
  • Hotels
  • Schwimmbäder
  • Öffentliche Amtsgebäude (Rathäuser, Stadtverwaltungen, Kasernen etc.)
  • Konzernstandorte 
  • Flugplätze
  • Serverstandorte
  • Große Mietshäuser
  • Fabriken & Kraftwerke
  • Große Freizeiteinrichtungen

Die 3 Kernbereiche des Gebäudemanagements

Das Gebäudemanagement wird in die Bereiche technisches Gebäudemanagement, infrastrukturelles Gebäudemanagement und kaufmännisches Gebäudemanagement unterteilt.

Technisches Gebäudemanagement

Technisches Gebäudemanagement umfasst die Verwaltung und Instandhaltung der technischen Anlagen in einem Gebäude. 

Eine moderne technische Ausstattung macht den Betrieb von Gebäuden effizienter und angenehmer. Oft ist sie aber auch unumgänglich, wie  die IT-Infrastruktur, welche eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung benötigt. 

Da Gebäude immer mehr gesetzliche Auflagen erfüllen und eine hohe Betriebssicherheit erreichen müssen, sorgt technisches Gebäudemanagement dafür, dass dabei alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Das technische Gebäudemanagement ist stark abhängig von externen Dienstleistern, die sich um die regelmäßigen Wartungsaufgaben kümmern.

Übersicht über die technischen Anlagen

  • Anlagen zur Versorgung mit Strom, Wärme, Kälte, Frischluft oder Druckluft
  • Sanitärtechnik, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Aufzüge, Transporteinrichtungen
  • Brandschutzeinrichtungen und Beschilderung für feuergefährliche Stoffe
  • Leitungen, Anschlüsse, Computer, Drucker, Kopierer, etc.

Aufgaben des technischen Gebäudemanagements

  • Umweltbezogene Prüfungen und Messungen in Bezug auf Energieverbräuche, Abfälle, Schadstoffe, gefährliche Stoffe oder Emissionen
  • Sanierungen und Modernisierungen
  • Übernahme, Inbetriebnahme, Bedienung, Überwachung und gegebenenfalls Außerbetriebnahme aller Anlagen
  • Wartung und Instandhaltung
  • Mängelanalyse und Instandsetzung
  • Durchführung technischer Inspektionen und Prüfungen
  • Dokumentation und Berichterstattung zur Nachvollziehbarkeit aller Maßnahmen

Infrastrukturelles Gebäudemanagement

Damit Menschen in einem Gebäude ungestört arbeiten können, müssen verschiedene Aspekte, wie Sauberkeit, Sicherheit und Abfallbeseitigung gewährleistet sein. Das infrastrukturelle Gebäudemanagement umfasst alle unterstützende Dienstleistungen, die die Nutzung der Infrastrukturen verbessern.

Aufgaben des infrastrukturellen Gebäudemanagements

  • Gebäude, Wege und Straßen reinigen
  • Sicherheitsdienst organisieren
  • Gebäude sowie Außen- und Grünanlagen pflegen
  • Winterdienst durchführen
  • Abfall und Sondermüll entsorgen
  • Fuhrpark verwalten
  • Parkraum verwalten
  • Schlüssel oder Zugangssysteme verwalten
  • Interne Post
  • Umzüge innerhalb des Unternehmens verwalten
  • Catering, Kantine betreiben

Teilweise werden einzelne Aufgaben von externen Dienstleistern übernommen: Die Gebäudereinigung erfolgt durch ein Reinigungsunternehmen oder die Kantine wird von einem Restaurant betrieben.

Kaufmännisches Gebäudemanagement

Mit den Aufgaben des Gebäudemanagements zur Technik und zur Infrastruktur sind Investitionen und Kosten verbunden. Diese müssen kaufmännisch betrachtet werden. Das ist die Aufgabe des kaufmännischen Gebäudemanagements.

Aufgaben des kaufmännischen Gebäudemanagements

  • Betriebskostenmanagement
  • Verwaltung der Dienstleister und Überwachung der Leistungen
  • Beschaffung von Gebäuden, Räumen, Anlagen und Infrastrukturen
  • Buchhaltung
  • Verwaltung von notwendigen Versicherungen: Gebäudeversicherung, Glasversicherung, Haftpflichtversicherung, Inhaltsversicherung etc.
  • Planung von Investitionen, Budget und Finanzierung

Die 7 wichtigsten Kennzahlen des Gebäudemanagements

Das Festlegen und Analysieren der richtigen Kennzahlen im Gebäudemanagement ist essenziell, um eine Immobilie erfolgreich verwalten und warten zu können. Wir verraten Ihnen die sieben wichtigsten Kennzahlen.

1. Prozentsatz der reaktiven Wartungen

Ähnlich wie im Gesundheitswesen sind auch im Facility Management die Kosten bei präventiven Maßnahmen deutlich geringer als bei reaktiven. Ihre Mitarbeiter sind immer erst dann vor Ort, wenn das Feuer schon ausgebrochen ist? Das sollte sich schnell ändern. Beim technischen Gebäudemanagement sollte der Prozentsatz der reaktiven Wartungen 20 bis 30 % nicht überschreiten.

2. Prozentsatz der vorbeugenden Wartungsarbeiten

Der Prozentsatz der vorbeugenden Wartung sollte deutlich höher sein, also der, der reaktiven Wartung. Beim technischen Gebäudemanagement achten Sie darauf, dass genug routinemäßige Kontrollen und Wartungen durchgeführt werden. So vermeiden Sie Unfälle und ungeplante Reparaturen.

3. Anzahl der Aufträge im Rückstand

Ein gewisses Maß an Wartungsrückstand ist unvermeidlich. Wenn jedoch ein erheblicher Wartungsrückstand besteht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Sie mit einer zunehmenden Anzahl von Störungen, Geräteausfällen und längeren Ausfallzeiten konfrontiert werden.

4. Budget-Planung und-Einhaltung

Im kaufmännischen Gebäudemanagement wird das Budget optimal verteilt, damit alle Abteilungen das nötige Geld zur Verfügung haben. Wenn dies nicht der Fall ist oder gar weniger Kosten angefallen sind, ist es Zeit für Optimierungsmaßnahmen. 


Zu den Aufgaben eines Facility Managers gehört es, einen guten Überblick über die Finanzen zu haben und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

5. Energiemessung

Im Gebäudemanagement werden die Kosten für die Energieversorgung gemessen. 

Detaillierte Energiedaten, wie beispielsweise die Einheiten pro Produktion sowie die vor Ort erzeugte und erworbene Energie pro Monat, werden erfasst. 

Auf diese Weise überwachen Facility Manager, inwieweit sie ihre nachhaltigen Ziele erreicht haben. Sind die Ergebnisse positiv, kann der gleiche Plan weiterverfolgt werden. Kommt es jedoch zu überhöhten Rechnungen, ist es ratsam, ein nachhaltiges Ziel festzulegen.

6. Anzahl der Beschwerden von Endnutzern

Alle Mitarbeiter und Besucher müssen ihrer Tätigkeit ohne Probleme nachgehen können und dabei optimale Bedingungen vorfinden. Sollten die Sanitäranlagen nicht funktionieren oder ein Korridor ohne Licht sein, führt dies zu Beschwerden beim infrastrukturellen Gebäudemanagement. Es gilt diese Reklamationen so gering wie möglich zu halten.

7. Durchschnittliche Zeit bis zur Erfüllung eines Auftrags

Im Gebäudemanagement werden oft Ineffizienzen sichtbar, die mit der richtigen Facility-Management-Software vermieden werden können. Diese Zeit kann ein guter Indikator für die Effizienz von Arbeitsabläufen und externen Dienstleistungen im kaufmännischen Facility Management sein.

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9 bewährte Praktiken für das Gebäudemanagement

In der Praxis gibt es bewährte Methoden, um alle Arten von Gebäudemanagement zu meistern. Wir haben Ihnen die 9 wichtigsten Maßnahmen zusammengefasst.

1. Verbessern Sie Ihre Anlagen- und Auftragsmanagement

Wenn Sie wissen, was der nächste wichtige Arbeitsauftrag ist oder wo die Störung gemeldet wurde, können Sie Zeit und Energie sparen. 

Verschiedene Tools können Sie dabei unterstützen, wie z. B. BIM Software, CAFM oder CMMS, die Funktionen zur Verwaltung von Arbeitsaufträgen oder Anlagen bieten.

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Mehr zum Thema
  • Auftragsmanagement: Optimale Verwaltung von Aufgaben und Prozessen im Facility Management
  • CMMS: Softwarelösung für Anlagen- und Auftragsmanagement

2. Berücksichtigen Sie den gesamten Lebenszyklus der Anlage

Um die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit aller Anlagen zu gewährleisten, ist es wichtig, alle Phasen des Lebenszyklus der Anlage zu berücksichtigen. 

Der Lebenszyklus von Anlagen ist ein wichtiger Faktor für die Produktivität, denn je länger eine Anlage effektiv genutzt werden kann, desto besser ist ihre Rentabilität.

3. Kaufen Sie kompatible Geräte

Eine weitere bewährte Praxis im Gebäudemanagement ist die Anschaffung von Geräten, die mit vorhandenen Geräten kompatibel sind, was den Betrieb und die Wartung erleichtert. 

Dadurch verringert sich nicht nur die Anzahl der Ersatzteile, die ständig vorrätig sein müssen, sondern Sie können auch die Einarbeitung der Techniker optimieren.

Das gleiche Prinzip lässt sich auf Softwarelösungen und deren optimale Integration in Ihrem täglichen Arbeitsablauf anwenden.

4. Investieren Sie in vernetzte Produkte

Die Installation von IoT Geräten ist definitiv eine der erfolgversprechendsten Praktiken des Gebäudemanagements.

Die vorbeugende Instandhaltung ist eng mit der Zustandsüberwachung und dem IoT verbunden. Smart Technology ermöglicht es, die Energieverschwendung zu verringern und Gebäude nachhaltiger zu gestalten. Sie bereitet den Weg für Smart Buildings.

5. Delegieren Sie Verantwortlichkeiten und etablieren Sie Service-Level-Agreements

Um Konflikte zu vermeiden, müssen interne und externe Verantwortungen festgelegt werden. Es ist wichtig, Kommunikationskanäle einzurichten und ein Service-Level-Agreement mit spezifischen Leistungsindikatoren festzulegen.

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6. Pflegen Sie Ihre Bestandsdokumentation

Erfassen Sie den Bestand und Ist-Zustand für Ihr Gebäudemanagement. Eine Bestandsdokumentation ist nötig, um Wartungsarbeiten, Betriebsaufgaben oder erweiterte Simulationen durchführen zu können.

7. Halten Sie Ihre Gebäudemanagement Ziele fest

Klären Sie, welche Ziele im Kontext des Gebäudemanagements für Ihr Unternehmen wichtig sind und neben den wirtschaftlichen Zielen verfolgt werden sollen.

So könnte beispielsweise folgendes Ziel Teil des Gebäudemanagements sein: 

Die Zahl der Arbeitsunfälle muss innerhalb der nächsten 12 Monate durch die Einführung eines Sicherheitstrainingsprogramms für alle Mitarbeiter um 25 % gesenkt werden.

8. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Schulungen an

Die Schulung von Technikern und Mitarbeitern bezüglich ihrer Ausrüstung und Sicherheitssysteme ist entscheidend. Viele Manager investieren in Geräte, die das Personal nicht richtig bedienen kann, was sich negativ auf das Gebäudemanagement und die Rentabilität auswirkt.

9. Führen Sie ein Gebäudemanagementsystem ein

Das Gebäudemanagement ist eine anspruchsvolle Tätigkeit. Ein Gebäudemanagementsystem ist daher unerlässlich.

Ein Gebäudemanagementsystem ist ein System, das alle Gebäudesysteme verwaltet und überwacht, einschließlich des elektrischen Systems, der HLK-Anlage, der erneuerbaren Energieerzeugung und der Strom- und Gaszähler. 

Dieses System dient der Automatisierung und Optimierung von Wartung, Energieverbrauch, Sicherheit und Anlagenverwaltung.

Es ermöglicht Ihnen, alle Verträge zu verwalten, die Effizienz des Personals und die Wirksamkeit des Managements zu überwachen – und somit das Gebäude über viele Jahre in bestmöglichem Zustand zu halten.

Was sind die Vorteile einer Gebäudemanagement Software?

Obwohl die durchschnittlichen Kosten für eine Gebäudemanagement Software immer noch hoch sind, rentiert sich die Investition häufig bereits nach 5 Jahren. Wir haben die 5 Hauptvorteile einer Gebäudemanagement Software aufgelistet:

1. EU-Compliance

Gemäß der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden oder Energy Performance Buildings Directive, sind Gebäudemanagementsysteme in gewerblichen Gebäuden mit einer Nennleistung von mehr als 290 kW gesetzlich vorgeschrieben.

Dies ist eines der wichtigsten Projekte der EU, um die Auswirkungen des Klimawandels und der globalen Erwärmung zu verringern. 

Gebäude sind für 40 % des Energieverbrauchs und 36 % der CO2-Emissionen in der EU verantwortlich, was sie zum größten Energieverbraucher macht.

2. Energieeinsparung und Umweltschutz

Ein Gebäude ohne Gebäudemanagement Software verbraucht 10-30 % mehr Energie als ein vergleichbares Gebäude mit Gebäudemanagementsystem oder auch Smart Building genannt.

Eine Gebäudemanagement Software senkt den Energieverbrauch und die Kosten, indem sie die Steuerung von HLK-Anlagen, die Beleuchtung uvm. automatisiert. Dadurch wird die Umweltbelastung Ihres Unternehmens verringert.

3. Vorbeugende Wartung

Eine Gebäudemanagement Software führt zur erhöhten technischen Effizienz. Durch die Zentralisierung aller Informationen können die Anlagen besser verwaltet und überwacht werden, was die reaktive Wartung reduziert. Die vorbeugende Wartung senkt die Wartungskosten um 18-25 % und verlängert die Lebensdauer der Anlagen um etwa 20 %.

Gebäudemanagement Software ermöglicht eine moderne Instandhaltung und die Planung von Präventivmaßnahmen.

4. Verbesserter Komfort und Sicherheit

Ein Gebäudemanagementsystem ermöglicht eine bessere Kontrolle der Raumtemperatur und anderer Luftqualitätsindikatoren in Echtzeit. In hochkomplexen Gebäuden, wie Krankenhäusern oder Raffinerien, fördert ein Gebäudemanagementsystem optimale Arbeitsbedingungen und bietet mehr Sicherheit.

Mit Zugangskontrollen und Alarmen können Gebäudemanager Risiken reduzieren und in Notfällen schnell reagieren.

5. Facility Management

Eine Gebäudemanagement Software zeigt Facility Managern, wo und wie sie Zeit verschwenden. Analysieren Sie Ihre Daten über zentralisierte Dashboards und treffen Sie fundierte Entscheidungen zur Verbesserung der Effizienz. Automatisieren Sie Ihre Berichterstattung und Verwaltungsaufgaben.

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Arten von Gebäudemanagement Software

Als Teilbereich des Facility Managements kann die Gebäudemanagement Software als Subsystem in viele Facility Management Technologien integriert werden. 

Es gibt verschiedene Arten von Facility Management Software und Gebäudemanagement Software, die jeweils für bestimmte Aufgaben oder Abläufe konzipiert sind.

Wir haben die 6 wichtigsten aufgelistet:

1. Computerised Maintenance Management System (CMMS)

Ein CMMS ist eine Software für das Facility Management, die für die Verwaltung und Planung von Wartungsaktivitäten, die Lagerverwaltung und die Überwachung von Arbeitsaufträgen entwickelt wurde.Mit einer CMMS zentralisieren Sie Wartungsdaten über physische Geräte, Maschinen, Infrastrukturen und andere technische Anlagen.

2. Building Automation System (BAS)

Ein Building Automation System ist ein Gebäudemanagement Software- und Hardware- System, das die mechanischen, elektrischen und sanitären Systeme von Gebäuden überwacht. 

Es umfasst in der Regel Energiezähler, IoT-Sensoren zur Messung der Umgebungsbedingungen, Feueralarme, Kohlenmonoxiddetektoren uvm. Die Sensoren leiten diese Daten zur Analyse und Steuerung an ein zentrales Dashboard weiter.

3. Energiemanagementsystem (EMS)

Ein Energiemanagementsystem verwaltet und optimiert den Energieverbrauch eines Gebäudes, indem es den Verbrauch verfolgt, Verschwendung identifiziert und energiesparende Maßnahmen automatisiert. 

So kann die Software beispielsweise Lichter, HLK-Einheiten und Heizungen ausschalten, wenn sich niemand in einem Raum oder Gebäude aufhält, um Energie zu sparen. 

Es ist möglich, ein Energiemanagementsystem mit einer CAFM-Software als Modul zu integrieren.

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4. Systeme für Zugangskontrolle

Zugangskontrollen werden eingesetzt, um die Sicherheit zu erhöhen. Sie ermöglichen aber auch effiziente Geschäftsabläufe und reibungsloses Gebäudemanagement.

Ein Zutrittskontrollsystem ist ein elektronisches Sicherheitssystem, das mit einem Identifikationsmerkmal – z. B. einer Zugangskarte – arbeitet, das Personen zum Betreten bestimmter Bereiche berechtigt. 

Das Zutrittskontrollsystem zeichnet auf, wer wann Zutritt erhalten hat. Daher kann das System wertvolle Daten liefern. Sie kontrollieren, wie Ihre Gebäude und Standorte genutzt werden und wie stark sie ausgelastet sind.

5. Enterprise Resource Planning

Enterprise Resource Planning (ERP) umfasst alle Kernprozesse, die zur Führung eines Unternehmens notwendig sind: Finanzen, Personalwesen, Fertigung, Logistik, Services, Beschaffung und andere. 

ERP-Systeme verbinden eine Vielzahl von Geschäftsprozessen miteinander und ermöglichen den Datenfluss zwischen ihnen. 

Durch Automatisierung werden zahlreiche Prozesse vereinfacht, wie beispielsweise Einkaufsbestellungen. Gleichzeitig werden umfangreiche Datenmengen im Laufe der Zeit gesammelt und gespeichert, darunter Produkt- und Lagerdaten sowie Personal- und HR-Daten.

6. Hausverwaltung Software

Eine Hausverwaltung Software erleichtert die Arbeit von Hausverwaltern. Sie verbessert die Kommunikation mit Mietern und Eigentümern und ermöglicht den Zugriff auf Dokumente von überall aus.

Die Software übernimmt wesentliche Aufgaben wie die Abrechnung verschiedener Art, insbesondere Nebenkosten- und Heizkostenabrechnungen. Sie ermöglicht zudem die gerechte Verteilung der Nebenkosten auf die Mieter anhand eines festgelegten Verteilungsschlüssels.

Somit können Hausverwalter sicher sein, dass alle Abrechnungen korrekt und rechtssicher ausgeführt werden.

Die Entwicklung von Smart Buildings

Da das Gebäudemanagement immer moderner und effizienter wird, sehen wir die Einführung der sogenannten Smart Buildings. 

Smart Buildings sind Gebäude mit einem automatisierten Gebäudemanagement. Viele Geräte wie Heizung, Lüftung, Klimaanlage, Beleuchtung und Sicherheit werden ferngesteuert.

Sie können über eine einzige Schnittstelle Zeitpläne und Alarme festlegen, Einstellungen anpassen und die Leistung überwachen. 

Diese Kontrollmöglichkeiten verbessern nicht nur die Effizienz des Gebäudemanagements, sondern bieten den Bewohnern auch mehr Komfort und Bequemlichkeit.

IoT-fähige Geräte können beispielsweise Daten in Gebäudemanagement-Software wie CAFM, CMMS oder ERP einspeisen, was die reaktive Wartungsplanung und Zustandsüberwachung vereinfacht.

6 Beispiele für Gebäudemanagement Systeme in Smart Buildings:

  • HLK: Dank IoT-Sensoren können die HLK-Einstellungen automatisch angepasst werden, um Energie zu sparen und maximalen Komfort zu bieten.
  • Beleuchtung: Ein Automatisierungssystem steuert die Beleuchtung des Gebäudes anhand der Belegung und der täglichen Sonnenstunden.
  • Luftreinigung: Das System steuert die Belüftung auf der Grundlage von Messungen, was effizienter ist als eine menschliche Kontrolle.
  • Hightech-Sicherheit: Die Zugangskontrolle beschränkt den Zugang zu bestimmten Bereichen des Gebäudes durch Fingerabdruckleser oder ID-Karten. Überwachungstechnik und andere audiovisuelle Lösungen.
  • Bewegungssensoren: Sie zeigen an, welche Räume besetzt sind oder nicht (z. B. um zu wissen, wie viele Personen die Sanitäranlagen benutzt haben und wann sie gereinigt werden müssen).
  • Digital Signage: Modernste Lösungen ersetzen traditionelle Beschilderung und interne Kommunikation.

Zusammenfassung

Das Gebäudemanagement umfasst drei zentrale Bereiche: das technische Gebäudemanagement, das kaufmännische Gebäudemanagement sowie das infrastrukturelle Gebäudemanagement. Durch ein gutes Gebäudemanagement lassen sich Betriebskosten senken und die Produktivität steigern. 

Jeder Bereich kann mithilfe verschiedener Methoden oder Werkzeuge optimiert werden, sodass Sie ihn immer im Griff haben. 

Das technische Gebäudemanagement beinhaltet Aufgaben wie Instandhaltung, Wartung und Reinigung. Moderne CAFM- und CMMS-Systeme erleichtern hier das Anlagenmanagement und Auftragsmanagement. 

Beim kaufmännischen Gebäudemanagement stehen Themen wie Kostenplanung oder Budgetierung im Vordergrund, die durch ein ERP System abgedeckt werden können. 

Beim infrastrukturellen Gebäudemanagement hat das Wohlbefinden der Menschen im Gebäude Priorität. Hier kann ein Zutrittskontrollsystem dafür sorgen, dass alle sicher sind und ihren Aktivitäten ungestört nachgehen können.

Neben diesen Tipps empfehlen wir auch, den Trend zu intelligenten Gebäuden im Auge zu behalten. Sie bilden durch Automatisierung und Digitalisierung die Zukunft des nachhaltigen Gebäudemanagements.

Häufig gestellte Fragen

Flächenmanagement umfasst die Verwaltung des Raumangebots einer Organisation. Es ermöglicht einen genauen Überblick über verfügbare Flächen und unterstützt die strategische Raumplanung.

Flächenmanagement bildet die Basis für Bereiche wie Belegungsmanagement, Umzugsplanung, Raumreservierung.

Die Norm DIN 32736 definiert Begriffe und beschreibt die Leistungen des Gebäudemanagements.  Beispielsweise beinhaltet das technische Gebäudemanagement (TGM) gemäß DIN 32736 alle Leistungen, die zum Erhalt der technischen Funktion und Verfügbarkeit eines Gebäudes dienen.

Das Management eines Hotels ist ein Beispiel für Gebäudemanagement. Zu den Aufgaben gehören die Einrichtung eines Zimmerreservierungssystems und dessen Wartung, die Reinigung der Räumlichkeiten, die Einstellung von Personal für den Zimmerservice usw.