Brandschutzbegehung: Effiziente Maßnahmen zur Sicherung Ihrer Gebäude

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Optimieren Sie Ihre Brandschutzbegehung mit unseren hilfreichen Tipps! In unserem Artikel erfahren Sie, wie Sie potenzielle Gefahren erkennen, den Brandschutz verbessern und alle wichtigen Aspekte effizient dokumentieren. 

Hier bekommen Sie einen unverzichtbaren Leitfaden für erfolgreiche Brandschutzbegehungen in jedem Facility Management!

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Inhaltsübersicht

Brandschutzbegehung: Definition

Die Brandschutzbegehung ist eine erforderliche Inspektion, um potenzielle Brandgefahren und Risiken zu erkennen und geeignete Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Dabei werden Feuerlöscher, Rauchmelder, Fluchtwege und Notausgänge detailliert überprüft, um eventuelle Mängel zu identifizieren und zu beheben.

Die Ergebnisse der Brandschutzprüfung werden vom Brandschutzbeauftragten sorgfältig dokumentiert. Eine ordnungsgemäße, gepflegte Brandschutzdokumentation ist von entscheidender Bedeutung. Sie dient als Nachweis für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Richtlinien.

Die Betreiberverantwortung spielt im Facility Management eine zentrale Rolle. Egal, ob es sich um Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser oder Gewerbegebäude handelt: regelmäßige Brandschutzbegehungen und eine genaue Dokumentation sind entscheidend, um die Sicherheit und Compliance im Facility Management zu gewährleisten.

Gemäß § 10 des deutschen Arbeitsschutzgesetzes trägt der Arbeitgeber die Verantwortung, Brände zu verhindern, zu bekämpfen und im Notfall Mitarbeiter und andere Personen zu evakuieren. Gemäß § 10 Abs. 2 ArbSchG muss der Arbeitgeber auch Verantwortliche benennen, die im Falle eines Brandes die Brandbekämpfung und Evakuierung vor dem Eintreffen der Feuerwehr übernehmen – die so genannten Brandschutzbeauftragten. 

Darüber hinaus muss der Arbeitgeber Brandschutzbegehungen durchführen, vorbeugende Brandschutzmaßnahmen implementieren und regelmäßig überprüfen.

Eine regelmäßige Brandschutzbegehung ist Bestandteil der Arbeitsschutzpflicht und fällt somit in die Verantwortung des Unternehmers.

Wichtig:

In der Praxis übernehmen oft Mitarbeiter aus der Technik, wie Facility Manager oder Haustechniker, die praktische Umsetzung der Maßnahmen. Sie kümmern sich dann zum Beispiel um Feuerlösch- und Brandschutzeinrichtungen oder die Instandhaltung der Anlagen.

Durch die Übertragung dieser Aufgaben auf die technischen Mitarbeiter geht auch ein Teil der Verantwortung für die Sicherheit an sie über. 

In der Regel müssen Brandschutzbeauftragte für die Durchführung von Brandschutzbegehungen einen Arbeitsauftrag vorliegen haben.

Ähnliche Regelungen gibt es in Österreich: Arbeitgeber müssen im Sinne des §25 Abs. 4 des Arbeitsschutzgesetzes Personen benennen, die im Falle eines Brandes Verantwortlichkeiten bei der Evakuierung und Brandbekämpfung übernehmen. Dies kann durch einen Brandschutzbeauftragten erfolgen.

In der Schweiz gibt es ein Pendant zum deutschen Arbeitsschutzgesetz, in dem auch Brandschutzmaßnahmen für Arbeitsstätten geregelt sind: die SUVA-Verordnungen und das Unfallversicherungsgesetz.

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Baulicher Brandschutz: Brandschutznormen und -regelungen pro Land

Sind Brandschutzbegehungen Pflicht?

Der bauliche Brandschutz beinhaltet sämtliche Maßnahmen zur Verhinderung und Eindämmung von Bränden im Rahmen der Planung, Errichtung und Wartung von Gebäuden und Anlagen.

Zu den wichtigsten Themengebieten des baulichen Brandschutzes zählen:

  • Brandwände
  • Die Erstellung von Raumerschließungen
  • Die Erschließung mit Hydranten
  • Fluchtwege
  • Abstände zwischen Gebäuden
  • Prüfung der Brennbarkeit von Baumaterialien

Sich mit den Vorgaben zum baulichen Brandschutz auszukennen und diese umzusetzen, ist ein zwingender Bestandteil des Gebäudemanagements.

Mehr zum Thema:

Brandschutznormen und -regelungen

In der DACH-Region gibt es verschiedene gesetzliche Regelungen für Brandschutzbegehungen. Einige Regelungen gelten pro Bundesland, andere bundesweit oder auf europäischer Ebene.

Für Deutschland:

  • Spezielle Verordnungen wie die Musterbauordnung (MBO)
  • DIN 4102 (europaweit)
  • DIN 14675  (europaweit)

Für die Schweiz:

Für Österreich:

Wer führt eine Brandschutzbegehung durch?

Der Arbeitgeber oder Unternehmer ist dafür verantwortlich, dass Brandschutzbegehungen in seinem Gebäude ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Dafür kann er interne Mitarbeiter, wie Facility Manager, oder externe Fachleute mit den Aufgaben als Brandschutzbeauftragte betrauen.

Branchenbeispiel: Die Rolle des Facility Managers im Brandschutz

Der Facility Manager koordiniert den Ablauf der Begehung und sorgt für die Anwesenheit aller beteiligten Personen, einschließlich Mitarbeiter aus der Technik oder Führungskräfte.

Zu den Aufgaben eines Facility Managers gehört die Risikoanalyse. Dabei geht es um die Identifikation von potenziellen Brandgefahren in Gebäuden und Anlagen und die Einschätzung des Brandrisikos. Basierend auf der Risikoanalyse werden Maßnahmen zur Risikoreduktion festgelegt.

Als Teil der vorausschauenden Instandhaltung bespricht er notwendige Reparaturen oder Wartungen mit den zuständigen technischen Mitarbeitern zur schnellen Umsetzung.

Bei einer Brandschutzbegehung vergewissert sich der Facility Manager, dass die Gebäude und Einrichtungen den aktuellen Brandschutzvorschriften entsprechen und dass alle Brandschutzvorrichtungen funktionsfähig sind.

Außerdem sorgt er für regelmäßige Evakuierungsübungen und verteilt Brandschutzinformationen an alle Mitarbeiter und sorgt dafür, dass auch Besuchern die Brandschutzinformationen zugänglich sind.

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Wie erfolgt eine Brandschutzbegehung? 4 Tipps für eine effiziente Umsetzung.

Eine effektive Brandschutzbegehung ist von zentraler Bedeutung, um eine sichere Arbeitsumgebung für Mitarbeiter zu gewährleisten und das Firmeneigentum vor möglichen Schäden zu schützen. Entdecken Sie 4 wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Brandschutzbegehung.

1. Verwenden Sie eine detaillierte Brandschutzbegehung Protokoll Vorlage

Die Erkenntnisse einer Brandschutzbegehung müssen in einem Protokoll dokumentiert werden. Dies dient als Nachweis für die Überprüfung der Brandschutzeinrichtungen und die Erfüllung der Pflichten des Arbeitgebers gegenüber relevanten Stellen und Versicherungsunternehmen.

Kommt es zu einem Brand, dient das Protokoll als Beweismittel vor Gericht, um die Verantwortung für einen Brand in der Firma zu klären.

Das Protokoll gilt als Grundlage, um den Wartungsplan zur Behebung der Mängel zu gestalten.

Ein gutes Protokoll muss Folgendes enthalten:

  • Datum der Brandschutzbegehung
  • Liste der kontrollierten Anlagen
  • Name der Teilnehmer
  • Brandschutzanforderungen
  • Ergebnisse der Prüfung für jede einzelne Anlage
  • Mängeldetails, geplante Behebungsmaßnahmen und Wartungstermine.

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2. Verwenden Sie eine detaillierte Brandschutzbegehung Checkliste

Nutzen Sie detaillierte Checklisten, um sicherzustellen, dass Sie alle branchenspezifischen Aspekte des Brandschutzes gründlich prüfen und keine wichtigen Maßnahmen übersehen.

Eine solide Checkliste unterstützt Sie dabei, einen umfassenden Überblick über die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens zu behalten und sicherzustellen, dass Sie alle relevanten Punkte abdecken.

Unsere Brandschutzbegehung Checkliste finden Sie hier!

3. Achten Sie auf branchenspezifische Aspekte

Je nach Betriebsart müssen spezifische Maßnahmen zum Brandschutz getroffen werden.

Büroräume:

  • Beurteilung des Brandschutzes in Rechenzentren und Serverräumen

Krankenhäuser:

  • Funktionsfähigkeit von Rufanlagen und Evakuierungsstühlen
  • Überprüfung von Notstromanlagen

Industrie:

  • Überprüfung der Lagerung von brennbaren Materialien und der Einhaltung von Lagernormen
  • Überprüfung von industriellen Lüftungs- und Gaswarnanlagen
  • Bewertung von Explosionsschutzmaßnahmen
  • Inspektion von Spritzkabinen und Beschichtungsanlagen auf Brandgefahren

Spezifische Maßnahmen zum Brandschutz finden Sie z. B. in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) für den Umgang mit gefährlichen Stoffen und in weiteren Rechtsvorschriften wie der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV).

4. Ziehen Sie bei Bedarf Brandschutzexperten hinzu

Bei komplexen oder spezialisierten Anlagen, wie beispielsweise in einem Produktionswerk, kann der Brandschutzbeauftragte bei Bedarf Brandschutzexperten hinzuziehen, wie z. B. Vertreter der Feuerwehr oder des Arbeitsschutzes. 

Diese Experten verfügen über das nötige Fachwissen und die Erfahrung, um die spezifischen Brandschutzanforderungen und -maßnahmen in solchen Umgebungen zu bewerten und Empfehlungen abzugeben. 

Durch die Zusammenarbeit mit Brandschutzexperten kann die Effektivität der Brandschutzbegehung erhöht werden, da sie Expertenwissen und einen zusätzlichen Blickwinkel einbringen, um potenzielle Risiken zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes zu empfehlen.

Nutzung digitaler Lösungen für eine optimale Organisation und Dokumentation der Brandschutzbegehung

Digitale Lösungen ermöglichen eine effiziente Durchführung und Dokumentation von Brandschutzbegehungen.

Nutzen Sie Wowflow für Ihre Brandschutzbegehung

Wowflow bietet eine Vielzahl von Funktionen, um die Organisation Ihrer Brandschutzbegehung zu erleichtern:

  • Mit Fotodokumentation stellen Sie Mängel fest. Sammeln Sie alle Messdaten und Unterschriften für hochprofessionelle und vollständige Brandschutzberichte. Erstellen Sie PDF-Berichte mit einem Klick und senden Sie sie über die App an die zuständigen Behörden.
  • Nutzen Sie die erweiterten Filteroptionen von Wowflow, um Ihre Berichte abzuspeichern, oder laden Sie sie direkt in Ihr ERP/CAFM-Tool hoch.
  • Verpassen Sie dank automatisierter Erinnerungen keine turnusmäßige Begehung mehr.
  • Über die App können Sie Brandschutzbeauftragte einfach mit der Durchführung von Begehungen betrauen. Behalten Sie den Überblick über den Ablauf der Begehung mit voller Transparenz, auch wenn Aufträge an externe Dienstleister vergeben werden. Definieren Sie Fristen, überwachen Sie Prozesse in Echtzeit und erhalten Sie automatische Aktualisierungen nach Abschluss.

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Fazit

Eine effiziente Brandschutzbegehung ist ein entscheidender Bestandteil des Facility Managements. Sie ermöglicht, potenzielle Gefahren zu identifizieren, geeignete Maßnahmen zu ergreifen und eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten. 

Die Verwendung von Checklisten, Protokollen und digitalen Lösungen erleichtert den Prozess und trägt zur effizienten Durchführung bei. 

Durch die Einbeziehung von Experten und die sorgfältige Dokumentation der Ergebnisse kann der Brandschutz kontinuierlich verbessert werden.

Häufig gestellte Fragen

Eine Brandschutzbegehung soll möglichst jährlich durchgeführt werden, um den Zustand der brandschutztechnischen Anlagen und Einrichtungen im Gebäude zu überprüfen und gegebenenfalls erforderliche Instandsetzungsmaßnahmen einzuleiten.

Je nach Betriebsart oder bei besonders gefahrenträchtigen Objekten kann auch eine höhere Frequenz, z. B. alle sechs Monate, sinnvoll sein.

Mit der Kalenderansicht von Wowflow haben Sie stets den Überblick, wann die nächste Begehung ansteht oder turnusmäßige Kontrollen fällig sind. Starten Sie jetzt!

Ein Brandschutzgutachten ist erforderlich bei Neubauten, Umbauten und besonderen Nutzungen sowie nach behördlicher Anordnung.

Je nach Gebäudehöhe und Grundfläche werden Brandschutz-Gebäudeklassen festgelegt, die den Grad der Brandgefährdung einer Immobilie beschreiben.

Die MBO (Musterbauordnung) definiert die Gebäudeklassen als „nicht brennbar“, „schwer entflammbar“ und „normal entflammbar“. Je nach Gebäudeklasse gelten unterschiedliche Brandschutzvorgaben.