Sie wollen eine Reinigungsfirma gründen? Diese Voraussetzungen sollten Sie erfüllen.

Reinigungsfirma gründen Österreich

Die Gründung einer Reinigungsfirma will gut überlegt sein. Das liegt zum einen daran, dass es schon das ein oder andere Reinigungsunternehmen gibt. Andererseits sollte der oder die Gründer*in gewisse persönliche Voraussetzungen mitbringen. Aber nicht nur das: Sie sollten auch die rechtlichen Faktoren einer Gründung nicht außer Acht lassen. In unserem Blogpost erklären wir Ihnen, welche Faktoren sie bei der Gründung einer Reinigungsfirma beachten müssen und wie es Ihnen leichter fällt, in der Branche Fuß zu fassen.

1. Persönlichen Voraussetzungen: Diese Grundlage benötigen Sie für die Gründung einer Reinigungsfirma.

Erstens sollten Sie sich definitiv dazu in der Lage sehen, ein Team und ein Unternehmen führen zu können. Denn Fakt ist: Sobald Sie eine Putzfirma gründen, sind SIE der Boss. Es gibt dann niemanden mehr auf den Sie sich verlassen können, wenn etwas schief geht. Versuchen Sie sich also vorab in diese Lage zu versetzen und herauszufinden, ob Sie sich dieser Verantwortung gewachsen fühlen.

Zweitens sollten Sie ein sicheres Auftreten und gute Kommunikationsfähigkeiten besitzen. Es wird ab der Gründung Ihres eigenen Unternehmens Ihre Aufgabe sein, Kund*innen für sich zu gewinnen. Ohne selbst von sich und Ihren Fähigkeiten überzeugt zu sein wird das ein schwieriger Prozess. Wenn Sie sich in diesem Bereich nicht sicher genug fühlen, besuchen Sie einen Kommunikationskurs oder bereiten Sie konkrete Verkaufsgespräche bzw. E-Mails vor, die Sie immer wieder verwenden können.

Sind Sie auch körperlich fit? In der Reinigungsbranche werden Sie gerade am Anfang immer wieder selbst mit anpacken müssen. Denn selten startet ein*e Unternehmer*in mit 10 Mitarbeiter*innen in die Selbstständigkeit. Überlegen Sie sich also gut, ob Sie sich dieser Aufgabe auch körperlich gewachsen sind.

2. Fachliche Qualifikationen: Das sollten Sie mitbringen, wenn Sie eine Reinigungsfirma gründen wollen.

In Österreich gibt es zwei Möglichkeiten eine Reinigungsfirma zu gründen.

  1. Sie melden das Gewerbe der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger (Handwerk) an. Dafür benötigen Sie die Meisterprüfung im Handwerk “Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung“ und die Unternehmerprüfung.
  2. Die zweite Möglichkeit besteht darin, unter dem freien Gewerbe des selbstständigen Hausbetreuers tätig zu werden. Dazu benötigen Sie keine Voraussetzungen.

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Optionen? Erstens natürlich, dass Sie für das freie Gewerbe keine Ausbildung benötigen. Allerdings dürfen Sie mit dieser Option auch weniger Arbeiten verrichten. Ihre Haupttätigkeiten sehen wie folgt aus:

Mehr rechtliche Informationen finden Sie auf der Website der WKO.

3. Finanzierung: So können Sie Ihre Gebäudereinigung finanzieren.

Neben den persönlichen Voraussetzungen und den fachlichen Qualifikationen sollten Sie nicht vergessen, dass Sie Ihr Reinigungsunternehmen auch finanzieren müssen. Es kommen sowohl Gründungskosten auf Sie zu als auch laufende Geschäftskosten.

Im Zuge der Gründung sollten Sie folgende Kosten bedenken:

  1. Kosten für die Anmeldung des Gewerbes
  2. Anschaffungskosten von Reinigungsprodukten und -geräten, Bekleidung, Firmenauto(s), Miete oder Kauf von Geschäftsräumen, Ausstattung der Geschäftsräume
  3. Versicherungen
  4. Kosten für den Aufbau einer Website und sonstiger Werbematerialien

Natürlich gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Sie diese Kosten finanzieren können. Die erste – und optimalste – Variante: Sie konnten das Geld über die letzten Jahre sparen und haben es jetzt parat. Ansonsten können Sie selbstverständlich auch einen Kredit aufnehmen. Ihre Bank kann Ihnen bei Fragen weiterhelfen. Alternativ können Sie sich das Geld bei Verwandten oder Bekannten ausleihen. Schauen Sie sich aber unbedingt auch an, ob Sie sich für eine staatliche Förderung qualifizieren können. Es lohnt sich, hier ein paar Stunden für die Recherche zu investieren!

4. Konzept: Entwickeln Sie eine Geschäftsidee für Ihre Reinigungsfirma.

Sie sind nicht der einzige Mensch, der die Idee hat bzw. hatte, ein Gebäudereinigungsunternehmen zu gründen. Die Konkurrenz kann sich sehen lassen – auch in Österreich. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie eine ganz klare Idee von Ihrer Reinigungsfirma haben.

  1. Welche Zielgruppe wollen Sie bedienen? Privatkund*innen oder Gewerbekund*innen oder zielen Sie gar auf öffentliche Einrichtungen ab?
  2. Gibt es einen Service, auf den Sie sich fokussieren möchten, beispielsweise die Fensterreinigung?
  3. Was zeichnet Sie und ihre Putzfirma ganz besonders aus? Sind Sie besonders zuverlässig? Sind Sie schneller als die Konkurrenz? An einem besseren Standort gelegen? Oder arbeiten Sie vielleicht mit einer Software, die Ihnen hilft, Ihren zukünftigen Kund*innen einen wirklichen Mehrwert zu liefern?

Wie gesagt: Es lohnt sich, über diese Fragen ganz genau nachzudenken.

5. Standort: Wo wollen Sie Ihre Reinigungsfirma gründen?

Ja, es stimmt, der Standort ihres Gebäudereinigungsunternehmens spielt keine tragende Rolle im Gründungsprozess. Grundsätzlich können Sie zu Beginn auch Ihre eigene Wohnung als Firmensitz angeben. Überlegen Sie sich allerdings, ob Sie von dort aus Ihre Kund*innen schnell und einfach erreichen können. Und haben Sie auch genug Platz, um Reinigungsmaterialien und Maschinen zu lagern?

Spätestens wenn Ihr Unternehmen wächst, wird es Sinn machen, sich eine an die Bedürfnisse angepasste Büro- bzw. Lagerfläche zu mieten. Dort können dann auch Ihre Mitarbeiter*innen ihr Material abholen und Sie Ihre Geschäfte managen. Auch hier gilt: Stellen Sie sicher, dass Sie und Ihr Team dort stationiert sind, wo es auch Ihre Kund*innen sind.

6. Mitarbeiter: Überlegen Sie sich, ob Sie ein Ein-Personen-Unternehmen sein wollen oder ob Sie zukünftig auch Reinigungsfachkräfte beschäftigen wollen.

Warum Sie sich von Anfang an mit der Thematik „Mitarbeiter*innen“ beschäftigen sollten? Weil diese Entscheidung auch Ihre Geschäftsidee beeinflusst. Möchten Sie nur einen ganz speziellen Service anbieten, den Sie alleine bewältigen können? Oder wollen Sie eine breite Servicepalette an Reinigungstätigkeiten anbieten? In diesem Fall brauchen Sie dafür natürlich tatkräftige Unterstützung eines erfahrenen Teams.

Stichwort “Erfahrung”: Überlegen Sie sich gut, welche Qualifikationen Ihre Mitarbeiter*innen mitbringen müssen. Natürlich wird in Reinigungsfirmen oft mit unerfahrenen Hilfskräften gearbeitet – und das funktioniert auch – allerdings ist es unter Umständen durchaus notwendig, Personal mit mehr Erfahrung zu haben. Wenn Sie Ihre Reinigungsdienstleistung beispielsweise in Krankenhäusern oder anderen kritischen Bereichen anbieten wollen, sollten die Damen und Herren in der Reinigung wissen, was sie tun. Außerdem gilt für Ihre Angestellten dasselbe Prinzip wie für Sie selbst: Sie sollten körperlich fit sein. Denn die Arbeit in der Gebäudereinigung ist anstrengend.

Besonders beim Thema Mitarbeiter*innen kommt unweigerlich auch das Thema “Stundensätze” auf. Dazu haben wir schon einen ausführlichen Blogpost veröffentlicht. Er erklärt Ihnen, wie Sie die Stundensätze in Ihrer Reinigungsfirma in Österreich richtig berechnen.

7. Vermarktung: Bringen Sie Ihre Reinigungsdienstleistungen an den Mann und an die Frau.

Sie sind soweit: Sie haben Ihre eigene Reinigungsfirma gegründet. Sie wissen, was Sie anbieten wollen. Sie haben alle fachlichen und körperlichen Fähigkeiten, um Ihre Arbeit zu erledigen. Eventuell steht sogar schon ein Team hinter Ihnen. Jetzt stellt sich die letzte Frage: Wie gewinnen Sie Kund*innen? Durch effizientes Marketing. Keine Sorge, Sie müssen nicht Werbefachfrau oder -mann sein, um dieses Thema anzugehen (selbstverständlich könnten Sie sich für diesen Bereich aber Hilfe holen).

Am allerwichtigsten ist die alt bekannte Mundpropaganda. Sie ist eines der zielführendsten Werbemittel überhaupt. Erzählen Sie so vielen Menschen wie möglich, dass Sie eine Reinigungsfirma gegründet haben, wie sie heißt und wo sie Sie erreichen können. Am besten ist es natürlich, wenn glückliche Kund*innen über Sie und Ihre Arbeit sprechen. Wenn Sie eine gute Leistung erbringen und Ihre Kund*innen somit glücklich machen, für sie da sind und mit Beschwerden schnell und vernünftig umgehen, werden Sie laufend neue und gute Aufträge bekommen. Mundpropaganda bzw. Empfehlungen waren schon immer die beste Werbung für ein Unternehmen – und sie werden es auch immer sein. Nach dem Motto: Jeder glückliche Kunde ist der beste Flyer!

Ähnlich funktionieren die sozialen Medien. Gerade Plattformen wie LinkedIn, die sich auf Geschäftskontakte spezialisiert haben, dienen als Sprachrohr für Unternehmer*innen und Ihre Dienstleistungen. Bauen Sie sich ein Netzwerk auf und sorgen Sie dafür, dass Ihre Kund*innen darüber reden, wenn Sie mit Ihnen zufrieden waren – auch auf den sozialen Medien. Sollte Ihre Kundschaft nicht im Internet unterwegs sein, fragen Sie sie, ob Sie sie interviewen und dieses Gespräch dann auf Ihren eigenen Kanälen teilen dürfen.

Als nächsten Schritt macht es Sinn, eine eigene Website zu haben. Schaffen Sie eine Plattform im Internet, auf der Menschen, die nach einer Gebäudereinigung suchen, Sie finden können. Geben Sie dort all Ihre Dienstleistungen an, kommunizieren Sie Ihren Standort und – ganz wichtig – vermerken Sie Ihre Kontaktdaten! Außerdem hilft es, auf der eigenen Website ganz genau auf den Punkt zu bringen, was Sie und Ihr Reinigungsunternehmen ausmacht und von der Konkurrenz unterscheidet. Heben Sie sich ab!

Und dann funktionieren natürlich auch immer die klassischen Werbemittel wie Flyer, Anzeigen in lokalen Zeitungen und Plakate. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Anzeigen

  1. ansprechend gestalten (inkl. Logo, Angebot und Kontakt) und
  2. dort platzieren, wo sie Ihre Zielgruppe sehen kann.

Ansonsten sind diese Kommunikationsmaßnahmen vergebliche Liebesmüh.

Und noch etwas: Gerade am Anfang werden Sie sich in verschiedensten Bereichen der Gründung Hilfe von Fachleuten holen müssen und Geld investieren. Tun Sie das!

8. Gebäudereinigungs Software: Holen Sie sich ein Tool, das Ihnen die administrative Arbeit abnimmt.

Das Um und Auf um wachsen zu können und Personal zu steuern, ist Tranparenz. Sie müssen Ihre Aufträge klar dokumentieren, um sie auch Ihren Mitarbeiter*innen klar weiterdelegieren zu können. Alles, das Sie nur in Ihrem Kopf abgespeichert haben und nicht dokumentiert ist, verhindert das Wachstum Ihrer Reinigungsfirma. Es raubt Ihnen Zeit, die Sie sowohl für Ihre bestehenden und Ihre neuen Kund*innen haben sollten als auch für die Steuerung Ihrer Mitarbeiter*innen. Denn nur so kann der Umsatz stetig wachsen. Leider kommt diese Erkenntnis oft zu spät und das Thema “passende Gebäudereinigungs Software” interessiert Sie am Anfang gar nicht. Erst wenn die Geschäfte in Gang kommen und Sie schon ein paar Leute angestellt haben, werden Sie merken: Der administrative Aufwand wächst, Sie verbringen vermehrt Zeit im Büro und haben keine Ressourcen für die Neu-Kunden-Akquise.

Spätestens dann macht es Sinn, sich Hilfe durch eine professionelle Gebäudereinigungs Software zu holen. Allerdings wäre das Thema durchaus schon ganz zu Beginn interessant, weil Sie und Ihr Team da noch nicht in Ihren Strukturen festgefahren sind.

Durch die Automatisierung und Digitalisierung der täglichen Administrationsaufgaben haben Sie dann wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. Außerdem bietet Ihnen die passende Software für Ihre Reinigungsfirma hoch-qualitative Berichte, die Sie an Ihre Kund*innen weitergeben können. Das wirft ein gutes Licht auf Sie und führt unter Umständen zu Weiterempfehlungen. Wowflow-Kund*innen gelingt es sogar, ihren Umsatz um bis zu 20 Prozent zu steigern. Sie berichten von glücklichen Kund*innen ihrerseits, von transparenten und klaren Abläufen und von mehr Freiräumen für den*die Unternehmer*in – dank Gebäudereinigungs Software.

Wenn Sie mit Ihrer Reinigungsfirma den Punkt erreicht haben, an dem Sie sich auf ein zuverlässiges Tool verlassen möchten, dann kontaktieren Sie uns und testen Sie Wowflow kostenlos!

Ansonsten hoffe wir, dass wir Ihnen bei der Frage “Wie gründe ich eine Reinigungsfirma?” weiterhelfen konnten. Schauen Sie sich gerne auch unsere restlichen hilfreichen Blogposts an!