Wie Mykhailo (Misha) Voronko aus der Ukraine durch Zufall zum Co-Gründer von Wowflow wurde

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Misha ist für seinen Master nach Wien gekommen und bei Wowflow gelandet

Vor fünf Jahren – 2017 – kam Misha für sein Masterstudium an die Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Damals arbeitete er als Consultant in Polen und erkannte, dass er es bereuen würde seine unternehmerischen Ambitionen nicht weiterzuverfolgen. Durch Zufall fand er in Wien einen Master-Studiengang mit einem Start-up Gründer-Kurs. Mishas erster Gedanke:

„Wow, das könnte die perfekte Möglichkeit sein, um mich nach dem Consulting-Job zu erholen, Gleichgesinnte zu treffen und ein erfolgreiches Start-up aufzubauen.“

Wie das Leben so läuft, war besagter Gründer-Kurs der Einzige, für den sich Misha nicht an der WU anmelden konnte. „Ich habe gerade mit einem Freund darüber nachgedacht, wie ich mit meinem vorherigen Unternehmen weiter vorgehen will und die Registrierung völlig vergessen. Etwa 10 Minuten später konnte ich mich nicht mehr registrieren.“ Also besuchte Misha einen anderen Business-Kurs – den Kurs, in dem er schließlich Drazen für ein Projekt interviewte.

„Drazen war ganz anders als die meisten Gründer, mit denen ich gesprochen habe. Seine Begeisterung, die Probleme von Facility Management Teams zu lösen, zieht andere Menschen in seinen Bann. Also haben wir vereinbarten, in Kontakt zu bleiben.“

Nach seinem Studium arbeitete Misha für ein VC und arbeitete eng mit vielen anderen Start-ups zusammen. 2020 kontaktierte Drazen dann Misha – er brauchte Hilfe bei einem Businessplan. Er bekam die Hilfe und mit dazu später auch einen Co-Founder.

„Das Facility Management ist etwas eingerostet, hat aber großes Digitalisierungspotenzial. Die Instandhaltung von Gebäuden ist im Allgemeinen eine schwierige und undankbare Arbeit. Was es noch schlimmer macht: Der unglaubliche administrative Aufwand und die damit einhergehende Zettelwirtschaft. Mir ist schnell klar geworden, dass Wowflow das Potenzial hat, das Leben von 15 Millionen Arbeitnehmer*innen alleine in Europa zu verbessern. Das sind Menschen, die die meisten Leute gar nicht auf dem Schirm haben.“

Außerdem erkannte Misha schnell, dass er und Drazen ein gutes Team sind: „Drazen hat Stärken und Schwächen. Ich habe Stärken und Schwächen. Das Gute daran ist aber, dass sie sich nicht überschneiden, sondern sich perfekt ergänzen.“

Drazen ist der gleichen Meinung und die beiden beschließen sich zusammen zu tun. „Ich bin damit ein relativ großes Risiko eingegangen. Ich musste meinen sicheren Job beim VC kündigen und mich ins Unbekannte stürzen. Das Schlimmste, was passieren konnte: Das Startup scheitert, ich verliere nach einem Monat das Arbeitsvisum und muss zurück in die Ukraine“, sagt Misha.

Aber so weit kam es nie. Seit Misha als Co-Gründer zu Wowflow kam, konnte das Start-up den Umsatz verzehnfachen, vergrößerte das Team auf 15 Mitarbeiter*innen und sicherte sich Investitionen von renommierten Angel-Investoren.

„Unsere Reise hat gerade erst begonnen und ich bin gespannt, wo wir in 5 bis 7 Jahren stehen.“

Lesen Sie hier die Founder Story von Drazen Ivanis.

Drazen Ivanis und Mykhailo Voronko